Prof. Dr. Michael Buback, geb. 1945, verheiratet, zwei Kinder. Seit 1995 Übernahme der Professur „Technische und Makromolekulare Chemie“ in Göttingen. Herr Buback ist der Sohn des 1977 von der RAF ermordeten Generalbundesanwaltes Siegfried Buback. Wer die tödlichen Schüsse abgab, weiß bis heute niemand. Buback vermutet seit langem, daß der Verfassungsschutz die Täter bewußt deckt, weil sie von ihm bezahlt wurden. Seit Herbst 2009 hat diese Vermutung mit der Verhaftung des ehemaligen RAF-Mitgliedes Verena Becker neuen Auftrieb bekommen.


Thema: „Der zweite Tod meines Vaters“

 

 

Dr. Rainer Glagow, geb. 1941. Dr. Glagow studierte Islamwissenschaften, Geschichte und vergleichende Religionswissenschaften in Bonn. Er lehrte drei Jahre an der Universität von Kairo und war sieben Jahre stellvertretender Direktor des Deutschen Orientinstituts in Hamburg. Bis 2006 ist Dr. Glagow Leiter der CSU-nahen Hanns-Seidel-Stiftung in Berlin gewesen. Insbesondere hat Glagow sich mit der Frage befaßt, ob und wie Gewaltanwendung im Islam religiös legitimiert wird. Was sagen Koran und Sunna dazu? Im Mittelpunkt steht dabei der Dschihad als Institution des islamischen Rechts (Schari’a).

Thema: „Das Gewaltproblem des Islam“

 

 

Dr. Klaus Rainer Röhl, geb. 1928, zwei Kinder. Er promovierte zum Thema „Nähe zum Gegner. Die Zusammenarbeit von Kommunisten und Nationalsozialisten beim Berliner BVG-Streik von 1932“ und ist der Verfasser mehrerer Sachbücher, darunter „Die letzten Tage der Republik von Weimar“ und „Linke Lebenslügen“. Röhl bewegte sich in der frühen Bundesrepublik in KPD-Kreisen. Er war Herausgeber von „Konkret“, einer SED-finanzierten überregionalen Studentenzeitung. Er lernte hier die spätere RAF-Gründerin Ulrike Meinhof kennen und heiratete diese. 1968 wurde die Ehe geschieden. Nach seiner Abkehr von linksextremistischen Kreisen arbeitete Röhl im nationalliberalen Flügel der FDP mit. Als Redakteur der „Preußischen Allgemeinen Zeitung“ setzt er sich
heute unter anderem gegen eine mythische Verklärung der RAF und 68er-Bewegung ein.

 

Thema: „Mein langer Marsch durch die Illusionen. Leben mit Hitler, der KPD, den
68ern, der RAF und Ulrike Meinhof“

 

 

Odfried Hepp, geb. 1958. Odfried Hepp gilt in den 80er Jahren als der „Chefdenker der Nazi-Szene“ (zitiert nach „Der Spiegel“) und als einer der meistgesuchten Terroristen der Welt. Der Weg Hepps in die Militanz beginnt in seinen Jugendjahren mit der Gründung einer eigenen rechtsradikalen „Kameradschaft“ und in den Reihen der heute verbotenen „Wiking Jugend“. Seine weiteren Stationen führen ihn über die Wehrsportgruppe Hoffmann, Anschläge auf die amerikanischen Streitkräfte in Deutschland, die Stasi und die PLF (Palästinensische Befreiungsfront) direkt ins Gefängnis. Während sich Hepp in Frankreich aufhält, kurz vor seiner Gefangennahme, verliebt er sich in eine arabischstämmige Französin und dies markiert den Anfang eines Umdenkprozesses. Er sagt sich von der Nazi-Szene los. Im Rahmen seines Strafprozesses sagt er teilweise als Hauptzeuge gegen ehemalige Kameraden aus der terroristischen Szene aus. Trotzdem wird er noch im Jahr 2001 verdächtigt mit den Anschlägen vom 11. September in Verbindung zu stehen. Heute lebt Odfried Hepp als selbstständiger Übersetzer im Raum Karlsruhe.

 

Thema: „Vaterland und Mutterleib – Von lebensgefährlicher Indoktrination zur
eigenen Erkenntnis.“

 

 

Elias Davidsson, geb. 1941 in Palästina, verheiratet, ein Kind. Herr Davidsson ist Sohn jüdischer Flüchtlinge aus Deutschland und lebte seit 1962 in Island. Dort arbeitete er zunächst 20 Jahre als Computerspezialist unter anderem für IBM. In den letzten zehn Jahren macht er vor allem durch seine zahlreichen Kinderbücher auf sich aufmerksam. Als Komponist veröffentlicht er Materialien zum Erlernen von Klavier und Streichinstrumenten und veranstaltet auch in der Bundesrepublik spezielle Musikveranstaltungen für und mit Kindern. Seit Jahren setzt er sich gegen die UN-Sanktionen im Irak ein. Heute lebt Elias Davidsson als freischaffender Komponist in Alfter bei Bonn und setzt sich intensiv für die Menschenrechte ein.


Thema: „Konstruierter Terrorismus als Regierungspolitik“

 

 

Adrian O. Tovar Simoncic, M.A., geb. 1977, verheiratet. Herr Tovar Simoncic hat von 1995 bis 1999 Anthropologie in San Luis Potosi (Mexiko) studiert, anschließend nahm er einen Lehrauftrag wahr (Forschungsseminar über Glaubenssysteme). Von 2005 bis 2007 Studium der Kulturwissenschaften mit Schwerpunkt Religion in Bayreuth. Seit April 2008 Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für „Systematische Theologie – Kirchengeschichte – Religionssoziologie“ von Prof. Dr. Dr. Heinrich Wilhelm Schäfer an der Universität Bielefeld. Seit Oktober 2009 Promotionsstudium an der „Bielefeld Graduate School for History and Sociology“ (Teil der Exzellenzinitiative).

 


Thema: „Terrorismus oder Befreiung? Über Schwarzweißmalerei und andere

 

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