Dr. Werner Mäder, Berlin. Er ist Buchautor, Jurist, Leitender Senatsrat a.D. und als Stammredner bei verschiedenen Berliner Studentenverbindungen wohlbekannt. Herr Dr. Mäder befaßt sich in seinen Büchern u.a. mit staatstheoretischen Gedanken insbesondere zum Grundgesetzt, wobei er auf das reichhaltige geistige Vermächtnis Hegels zurückgreift. Herr Dr. Mäder referierte zum Thema „Zum Wesen der Souveränität eines Staates“. Der Vortrag schuf am Beginn der Veranstaltung einen theoretischen Unterbau schaffen, damit jeder Anwesende weiß, was Souveränität ausmacht, warum sie wichtig oder unwichtig ist und wie in diesem Zusammenhang das Aufgehen nationalstaatlicher Gebilde und Rechtsordnungen in der EU zu bewerten ist.


Dipl.-Ing. Gerhoch Reisegger, Linz. Er ist Burschenschafter, Informatiker und Buchautor und hat sich in den letzten Jahren mit den unterschiedlichsten Themen auseinandergesetzt. Diese reichen von den Terroranschlägen des 11. September 2001 bis eben hin zur Bewertung der EU. Herr Reisegger referierte zu dem Thema: „Deutschland und Europa: Wege aus der Krise.“ Die drei Aspekte, die er behandelte, waren: Die mit dem geplanten Türkeibeitritt verbundenen Absichten und welche Herausforderung das für Deutschland und Europa bedeutet; auf welcher Grundlage kann eine Neuordnung Europas und insbesondere Deutschlands nur erfolgen, wenn sich etwas ändern soll; kurze Anmerkungen zur europäischen Kulturtradition, die uns die Gewißheit geben sollen, daß letztlich die Ordnung über das (von Reisegger so gesehene) EU-Chaos siegen wird. 

Prof. Dr. Karl Albrecht Schachtschneider, Nürnberg. Er ist Ordinarius für Öffentliches Recht an der Universität Erlangen-Nürnberg. Er gilt in der Rechtslehre als wegweisende Instanz seines Fachgebietes und ist Autor zahlreicher Fachbücher. Er ist zudem bekannt als Prozeßbevollmächtigter zahlreicher Verfassungsbeschwerden insbesondere gegen Vorgänge auf EU-Ebene, wobei ihm stets die Wahrung des Grundgesetzes oberstes Gebot ist. Er vertrat vor dem BVerfG Verfassungsbeschwerden gegen den EU-Vertrag (1992), gegen die Einführung des Euro (1998) und zuletzt die VerfBeschwerde des CSU-Abgeordneten Gauweiler gegen die EU-Verfassung im Jahre 2005. Letztere wird von ihm auf 280 Seiten dargelegt und zeigt in erschütterndem Maße auf, wie sehr das Grundgesetz durch eine EU-Verfassung verstümmelt würde. Die Verfassungsbeschwerde wurde nur aufgrund mangelnder Zulässigkeit nicht zur Entscheidung angenommen – es lag im Zeitpunkt der VerfBeschwerde kein tauglicher Beschwerdegegenstand vor, da es noch kein Zustimmungsgesetz gab (welches schließlich später doch erfolgte, so daß er im Endeffekt nur durch zu frühes Handeln „formaljuristisch korrekt“ ausgebremst wurde). Die hervorragenden Begründungsausführungen zur Grundgesetzwidrigkeit der EU-Verfassung sind damit aber bis heute nicht widerlegt und hoch aktuell. So referierte Herr Prof.Dr. Schachtschneider zum Thema:„Grundgesetz und EU-Verfassung im Widerstreit“

Prof. Dr. Peter Brandt. Er ist der Sohn des verstorbenen Bundeskanzlers Willy Brandt und leitet seit 1990 den Arbeitsbereich Neuere Geschichte an der Fernuniversität Hagen. Neben zahlreichen Fachbüchern ist er der Autor des Werkes „Schwieriges Vaterland. Deutsche Einheit – Nationales Selbstverständnis – Soziale Emanzipation. Texte von 1980 bis heute.“ Herr Brandt ist zudem Sprecher des Kuratoriums es Vereins „Deutsche Gesellschaft e.V.“ und Mitglied der „Friederich-Ebert-Stiftung“. Er referierte zum Thema: „Der europäische Einigungsprozeß und die Zukunft der Nation“.

 

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